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5 Fehler bei der praktischen Führerscheinprüfung, die zu einem vorzeitigen Prüfungsende führen können

17 Oktober 2026 • 3 Min. Lesezeit

Nicht jeder Fehler während der praktischen Führerscheinprüfung führt dazu, dass die Prüfung sofort beendet wird. Die Vorschriften sehen jedoch Situationen vor, in denen der Prüfer die praktische Prüfung beenden kann, bevor alle erforderlichen Aufgaben absolviert wurden.

Nach den geltenden Vorschriften kann dies geschehen, wenn das Verhalten des Prüflings das Leben oder die Gesundheit des Prüfers oder anderer Verkehrsteilnehmer gefährden könnte oder die Verkehrssicherheit unmittelbar beeinträchtigt. Die polnische Verordnung über die Prüfung von Personen, die eine Fahrerlaubnis erwerben möchten, enthält außerdem einen Katalog von Verhaltensweisen, die zum vorzeitigen Abbruch der Führerscheinprüfung führen können. Dazu gehören unter anderem die Missachtung der Vorfahrt, falsches Verhalten gegenüber Fußgängern, das Nichtbeachten von Ampeln und bestimmten Verkehrszeichen sowie gefährliche Überholmanöver.

Welche Verhaltensweisen sind während der praktischen Führerscheinprüfung besonders wichtig und worauf solltest du achten, um solche Fehler zu vermeiden?

1. Missachtung der Vorfahrt

Eine der Verhaltensweisen, die laut den Vorschriften zum vorzeitigen Abbruch der Prüfung führen können, ist die Missachtung der Vorfahrt.

Dabei geht es nicht nur um klassische Kreuzungen. Die Verordnung nennt auch die Missachtung der Vorfahrt:

  • gegenüber Schienenfahrzeugen,
  • gegenüber Radfahrern,
  • beim Fahrstreifenwechsel,
  • beim Einfahren in den fließenden Verkehr,
  • beim Rückwärtsfahren,
  • wenn sich Fahrtrichtungen oder Fahrwege von Fahrzeugen außerhalb einer Kreuzung überschneiden.

Wie kann ein solcher Fehler aussehen?

Ein Prüfling nähert sich beispielsweise einer Kreuzung mit dem Verkehrszeichen A-7 „Vorfahrt gewähren“, schätzt jedoch den Abstand zu einem Fahrzeug auf der Vorfahrtsstraße falsch ein und beginnt das Fahrmanöver. Dadurch wird der vorfahrtsberechtigte Fahrer zu einer plötzlichen Reaktion gezwungen – etwa zu einer starken Bremsung oder einer Änderung der Fahrtrichtung.

Ein ähnliches Problem kann beim Fahrstreifenwechsel auftreten. Allein das Setzen des Blinkers verschafft keine Vorfahrt. Vor Beginn des Manövers musst du sicherstellen, dass es gefahrlos durchgeführt werden kann, ohne andere Fahrer zu einer Reaktion zu zwingen.

Wie lässt sich das Risiko verringern?

Vor jedem Fahrmanöver solltest du nicht nur auf die Verkehrszeichen, sondern auch auf die tatsächliche Verkehrssituation achten. Besondere Aufmerksamkeit erfordern Kreuzungen, Kreisverkehre sowie das Einfahren in den fließenden Verkehr und der Fahrstreifenwechsel.

2. Falsches Verhalten gegenüber Fußgängern

Die Vorschriften legen sehr genau fest, welche Verhaltensweisen gegenüber Fußgängern während der Prüfung schwerwiegende Folgen haben können.

Dazu gehören unter anderem:

  • das Vorbeifahren an einem Fahrzeug, das angehalten hat, um Fußgängern Vorrang zu gewähren,
  • das Überholen auf einem Fußgängerüberweg oder unmittelbar davor,
  • das Nichtgewähren des Vorrangs gegenüber Fußgängern, die einen gekennzeichneten Fußgängerüberweg betreten oder sich bereits darauf befinden,
  • das Nichtgewähren des Vorrangs gegenüber Fußgängern beim Rückwärtsfahren, beim Einfahren in den Verkehr oder innerhalb einer Wohnzone,
  • das Nichtanhalten in gesetzlich vorgeschriebenen Situationen gegenüber Menschen mit Behinderungen oder Personen mit erkennbar eingeschränkter Bewegungsfähigkeit.

Worauf solltest du besonders achten?

Du solltest dich einem Fußgängerüberweg so nähern, dass du die Verkehrssituation richtig beobachten und angemessen reagieren kannst.

Achte nicht ausschließlich auf Personen, die sich bereits auf dem Fußgängerüberweg befinden. Die Vorschriften legen auch Pflichten gegenüber Fußgängern fest, die den Fußgängerüberweg gerade betreten.

Besonders gefährlich ist eine Situation, in der ein Fahrzeug auf dem benachbarten Fahrstreifen vor einem Fußgängerüberweg anhält. Dies kann bedeuten, dass der Fahrer einem Fußgänger Vorrang gewährt, der aus deiner Perspektive noch nicht sichtbar ist. In einer solchen Situation darfst du nicht einfach weiterfahren, nur weil du von deinem Fahrersitz aus noch keinen Fußgänger erkennen kannst.

3. Missachtung von Ampeln oder bestimmten Verkehrszeichen

Während der praktischen Führerscheinprüfung reicht es nicht aus, ein Fahrzeug sicher bedienen zu können. Der Prüfling muss die Verkehrszeichen und Verkehrssignale ständig beobachten und richtig darauf reagieren.

Zu den Verhaltensweisen, die zum vorzeitigen Abbruch der Prüfung führen können, gehört die Missachtung von:

  • Ampelsignalen,
  • Zeichen und Anweisungen von Personen, die zur Verkehrsregelung oder Verkehrskontrolle befugt sind,
  • dem Verkehrszeichen B-20 „STOP“,
  • bestimmten Einfahrtsverboten,
  • Verboten, nach links oder rechts abzubiegen,
  • vorgeschriebenen Fahrtrichtungen,
  • Verkehrszeichen, die die zulässigen Fahrtrichtungen auf einzelnen Fahrstreifen anzeigen,
  • doppelten durchgezogenen Linien,
  • Verkehrszeichen, die den Fahrzeugverkehr verbieten.

Warum können Fahrschüler hier Fehler machen?

Während der Prüfung kann es leicht passieren, dass du dich zu stark auf die Anweisungen des Prüfers, das Schalten oder die eigene Fahrspur konzentrierst. Die Anweisungen des Prüfers entbinden dich jedoch nicht von der Pflicht, die Verkehrsregeln einzuhalten.

Wenn du beispielsweise zum Abbiegen aufgefordert wirst, das Abbiegen an dieser Stelle jedoch verboten ist, musst du deine Fahrt entsprechend den Verkehrsregeln fortsetzen.

Wie kannst du dich vorbereiten?

Vor der Prüfung solltest du regelmäßig die Verkehrszeichen und Verkehrsregeln wiederholen und ihre Anwendung in konkreten Verkehrssituationen üben. Es reicht nicht aus, das Aussehen eines Verkehrszeichens zu kennen. Du musst auch wissen, welches Verhalten das jeweilige Zeichen vorschreibt.

4. Gefährliche Fehler beim Überholen

Beim Überholen musst du gleichzeitig die Verkehrssituation vor, hinter und neben deinem Fahrzeug beurteilen. Deshalb kann eine falsche Entscheidung die Verkehrssicherheit unmittelbar beeinträchtigen.

Die Verordnung nennt unter anderem:

  • das Überholen, ohne vorher sicherzustellen, dass das Manöver gefahrlos durchgeführt werden kann,
  • das Überholen auf einem Fußgängerüberweg oder unmittelbar davor,
  • das Überholen auf einer Radfahrerüberfahrt oder unmittelbar davor,
  • die Missachtung von Überholverboten an bestimmten Kreuzungen, Bahnübergängen und Straßenbahnübergängen sowie beim Heranfahren an eine Bergkuppe,
  • die Missachtung eines Überholverbotszeichens,
  • das Überholen auf der falschen Seite.

Was musst du vor Beginn des Überholmanövers beachten?

Du solltest unter anderem sicherstellen, dass:

  • die Verkehrssituation vor deinem Fahrzeug einen sicheren Abschluss des Manövers ermöglicht,
  • kein anderer Fahrer bereits mit dem Überholen begonnen hat,
  • der vorausfahrende Fahrer keinen Fahrstreifen- oder Richtungswechsel angekündigt hat, der mit deinem geplanten Manöver kollidieren würde,
  • das Überholen an dieser Stelle erlaubt ist.

Du solltest nicht nur deshalb überholen, weil du befürchtest, dass eine zu langsame Fahrweise negativ bewertet werden könnte. Zunächst muss sichergestellt sein, dass das Manöver unter Einhaltung der Verkehrsregeln und Sicherheitsvorschriften durchgeführt werden kann.

5. Verhalten, das zu einem Zusammenstoß oder zum Verlust der Fahrzeugkontrolle führen kann

An erster Stelle der Tabelle mit Verhaltensweisen, die zum vorzeitigen Abbruch der Prüfung führen können, steht das Verursachen eines Verkehrszusammenstoßes oder Verkehrsunfalls sowie ein Verhalten, das zu einem solchen Ereignis führen könnte.

Das bedeutet jedoch nicht, dass es tatsächlich zu einem Zusammenstoß kommen muss.

Ein Beispiel wäre eine Situation, in der der Prüfer eingreifen muss, um ein gefährliches Ereignis zu verhindern.

Die Vorschriften nennen außerdem das Verursachen einer erheblichen Verkehrsbehinderung durch den Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug. Auch eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um mehr als 20 km/h kann Konsequenzen haben.

Wie lässt sich das Risiko verringern?

Am wichtigsten ist es, die Fahrweise an die jeweilige Verkehrssituation anzupassen.

Du solltest Folgendes vermeiden:

  • Fahrmanöver in Eile durchzuführen,
  • Entscheidungen zu treffen, ohne die Umgebung ausreichend beobachtet zu haben,
  • Anweisungen des Prüfers um jeden Preis auszuführen, wenn dies in der jeweiligen Situation nicht sicher möglich ist,
  • die Geschwindigkeit nur deshalb zu erhöhen, damit deine Fahrweise „dynamischer“ wirkt.

Die staatliche Führerscheinprüfung soll feststellen, ob ein Prüfling in der Lage ist, vorschriftsmäßig, sicher, zügig und ohne Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer zu fahren.

Führt jeder Fehler zum Abbruch der Prüfung?

Nein. Dies ist eine der wichtigsten Unterscheidungen.

Ein Fehler bei der Ausführung einer Prüfungsaufgabe, ein negatives Prüfungsergebnis und die vorzeitige Beendigung der Prüfung vor Abschluss aller Aufgaben sind nicht gleichbedeutend.

Gemäß dem geltenden Artikel 52 Absatz 2 des polnischen Gesetzes über Fahrzeugführer kann die praktische Prüfung vor Abschluss aller Aufgaben beendet werden, wenn das Verhalten des Prüflings:

  • das Leben oder die Gesundheit des Prüfers gefährden könnte,
  • das Leben oder die Gesundheit eines anderen Verkehrsteilnehmers gefährden könnte,
  • oder die Verkehrssicherheit unmittelbar beeinträchtigt.

Die Verordnung enthält dagegen einen Katalog konkreter Verhaltensweisen, die zum vorzeitigen Abbruch der Prüfung führen können. Deshalb sollte man nicht davon ausgehen, dass jeder einzelne Verstoß automatisch und unmittelbar zur Beendigung der Prüfung führt. ELI

Was solltest du tun, wenn du einen Fehler machst, die Prüfung aber weitergeht?

Wenn der Prüfer die Prüfung nicht beendet hat, solltest du seine Anweisungen weiterhin befolgen.

Versuche während der Fahrt nicht selbst zu beurteilen, ob ein vorheriger Fehler bereits zu einem negativen Prüfungsergebnis geführt hat. Wenn du dich zu sehr mit einem vergangenen Fehler beschäftigst, kann dies deine Aufmerksamkeit vom Verkehrsgeschehen ablenken.

Nach einem Fehler solltest du:

  • dich wieder vollständig auf die aktuelle Verkehrssituation konzentrieren,
  • nicht versuchen, den Fehler durch schnelleres oder entschlosseneres Fahren auszugleichen,
  • weiterhin alle Verkehrszeichen, Verkehrssignale und Vorfahrtsregeln beachten,
  • die nächsten Anweisungen des Prüfers befolgen, sofern sie unter Einhaltung der Verkehrsregeln ausgeführt werden können.

Wenn du dich bereits im Voraus mit dem Aufbau der Prüfungsaufgaben vertraut machen und deine Kenntnisse der Verkehrsregeln festigen möchtest, kann das regelmäßige Bearbeiten von Führerschein-Übungstests hilfreich sein. Die Kenntnis der richtigen Antworten auf Prüfungsfragen ersetzt zwar keine praktische Fahrerfahrung, hilft dir aber dabei, dein Wissen zu festigen, das du später während der Fahrt anwenden musst.

Wie kannst du dich auf die praktische Führerscheinprüfung vorbereiten, um schwerwiegende Fehler zu vermeiden?

Während der letzten Fahrstunden vor der Prüfung solltest du dich nicht ausschließlich auf die Fahrmanöver konzentrieren, die dir Schwierigkeiten bereiten.

Es lohnt sich, folgende Situationen gezielt zu üben:

  • das Gewähren der Vorfahrt in unterschiedlichen Verkehrssituationen,
  • die Verkehrsbeobachtung vor einem Fahrstreifenwechsel,
  • das Befahren von Kreuzungen mit unterschiedlichen Verkehrsregelungen,
  • das richtige Verhalten im Bereich von Fußgängerüberwegen und Radfahrerüberfahrten,
  • die korrekte Reaktion auf Verkehrszeichen und Ampelsignale,
  • das Einfahren in den fließenden Verkehr,
  • das Rückwärtsfahren,
  • sichere Richtungswechsel.

Während der Fahrstunden ist es außerdem sinnvoll, deinem Fahrlehrer eine konkrete Frage zu stellen: „Handelt es sich bei diesem Fehler nur um eine fehlerhafte Ausführung der Aufgabe oder könnte dadurch eine Situation entstehen, in der die Prüfung vorzeitig beendet wird?“ So kannst du den Unterschied zwischen einer noch nicht perfekten Fahrtechnik und einem Verhalten, das die Verkehrssicherheit beeinträchtigt, besser verstehen.

5 Fehler bei der praktischen Führerscheinprüfung, die du unbedingt vermeiden solltest

Es gibt keine einheitliche Liste mit „fünf Fehlern, die immer zum Nichtbestehen der Prüfung führen“. Die Vorschriften nennen eine wesentlich größere Anzahl von Verhaltensweisen, die einen vorzeitigen Prüfungsabbruch zur Folge haben können.

Besondere Aufmerksamkeit erfordern jedoch:

  1. die Missachtung der Vorfahrt,
  2. falsches Verhalten gegenüber Fußgängern,
  3. die Missachtung von Ampeln oder bestimmten Verkehrszeichen,
  4. die gefährliche Durchführung eines Überholmanövers,
  5. ein Verhalten, das zu einem Zusammenstoß, Unfall oder zum Verlust der Fahrzeugkontrolle führen kann.

Die beste Vorbereitung besteht nicht darin, eine Liste von „Fehlern, die zur Beendigung der Prüfung führen“ auswendig zu lernen. Viel wichtiger ist es zu verstehen, warum bestimmte Verhaltensweisen gefährlich sind und wie man in realen Verkehrssituationen richtig reagiert.

FAQ

Bedeutet ein einziger Fehler während der praktischen Führerscheinprüfung, dass du durchgefallen bist?
Nein. Entscheidend sind die Art des Fehlers, die Ausführung der Prüfungsaufgabe und der Einfluss des Verhaltens des Prüflings auf die Verkehrssicherheit.

Kann der Prüfer die Prüfung beenden, bevor alle Aufgaben abgeschlossen wurden?
Ja. Dies kann in den gesetzlich festgelegten Situationen geschehen, unter anderem dann, wenn das Verhalten des Prüflings das Leben oder die Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer gefährden könnte oder die Verkehrssicherheit unmittelbar beeinträchtigt.

Kann das Überfahren einer roten Ampel zum Abbruch der Prüfung führen?
Ja. Die Missachtung von Ampelsignalen gehört zu den Verhaltensweisen, die zum vorzeitigen Abbruch der Prüfung führen können.

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